Sprachpass

telc B2 speaking topics with model answers

Hallo, Bruno here. telc B2 Sprechen (speaking) is a pair exam with 20 minutes of preparation and three Teile (parts): report on an experience from a theme card and answer questions, discuss a short argumentative text, and plan something together for a third party. On Sprachpass, telc Sprechen is its own graded module: you record your side of each Teil and it is scored against the public telc criteria. The written mock never includes it, because the real oral exam needs a partner and examiners. In the real exam the oral part passes at 45 of 75, separately from the written part's 135 of 225. Here are nine tasks in the real shape, each with a model answer and the criteria the examiners tick.

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Topics

9

Model answers

9

Reviewed

2026-09-04

Personal details

Teil 1: an experience report about an important person

Exam prompt

Teil 1: Über Erfahrungen sprechen. Ihr Thema: Eine Person, die für Sie wichtig ist (wer die Person ist, wie Sie sich kennengelernt haben, was Sie von ihr gelernt haben, wie der Kontakt heute ist) Berichten Sie etwa eineinhalb Minuten über Ihre Erfahrung. Gehen Sie auf die Stichpunkte ein. Danach fragt Ihr Gesprächspartner: 1. Gibt es etwas, worüber Sie mit dieser Person nicht einer Meinung sind? 2. Glauben Sie, dass man Vorbilder braucht?

Model answer

Die Person, über die ich sprechen möchte, ist meine ehemalige Chefin Frau Lindner, bei der ich während meiner Ausbildung in einer kleinen Buchhandlung gearbeitet habe. Kennengelernt habe ich sie eher zufällig: Ich war als Kunde in ihrem Laden und habe mich über ein Buch beschwert, das nicht lieferbar war, und statt sich zu ärgern, hat sie mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, samstags auszuhelfen. Daraus wurden drei Jahre. Von ihr habe ich vor allem gelernt, wie man mit Menschen umgeht: Sie hat jeden Kunden ernst genommen, egal ob er ein teures Kunstbuch oder ein Taschenbuch gekauft hat, und sie hat mir beigebracht, dass man Fehler zugeben sollte, statt sie zu verstecken. Außerdem hat sie mir Bücher empfohlen, die ich allein nie gelesen hätte. Der Kontakt ist heute lockerer, weil ich in einer anderen Stadt wohne, aber wir schreiben uns zu Weihnachten, und wenn ich in meiner Heimatstadt bin, besuche ich sie im Laden. Zu Ihrer ersten Frage: Ja, beim Thema Digitalisierung. Sie ist überzeugt, dass E-Books das Lesen zerstören, während ich finde, dass sie vielen Menschen den Zugang zu Büchern erleichtern. Darüber haben wir uns oft freundschaftlich gestritten. Zur zweiten Frage: Ich glaube schon, dass man Vorbilder braucht, vor allem in jungen Jahren, weil man an ihnen sehen kann, wie sich Werte im Alltag umsetzen lassen. Wichtig ist nur, dass man sie nicht kopiert, sondern das übernimmt, was zu einem selbst passt.

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Shopping

Teil 3: plan a repair café for the community centre

Exam prompt

Teil 3: Gemeinsam etwas planen. Aufgabe: Das Bürgerzentrum in Ihrem Stadtteil möchte einmal im Monat ein Repair-Café anbieten, bei dem Bewohner kaputte Geräte, Kleidung und Fahrräder gemeinsam mit Freiwilligen reparieren, statt sie wegzuwerfen. Sie und Ihre Gesprächspartnerin sollen das erste Halbjahr planen: Termine, Räume, Helfer, Werkzeug und Werbung. Es stehen 800 Euro zur Verfügung. Ihre Gesprächspartnerin schlägt vor: „Ich würde mit Elektrogeräten anfangen, weil das am meisten nachgefragt wird, und dafür einen Elektriker bezahlen. Als Termin schlage ich den ersten Montagabend im Monat vor, da ist der große Saal frei.“ Überlegen Sie, wie Sie helfen können, und machen Sie Vorschläge. Reagieren Sie auf den Vorschlag Ihrer Gesprächspartnerin. Entwickeln Sie einen gemeinsamen Plan mit einem Programm und nennen Sie ihn am Ende.

Model answer

Dass Elektrogeräte die größte Nachfrage haben, glaube ich sofort, und ein Fachmann muss dabei sein, allein schon wegen der Sicherheit. Einen Elektriker zu bezahlen, sehe ich aber kritisch, weil unser Budget dann nach vier Terminen aufgebraucht wäre. Der Grundgedanke eines Repair-Cafés ist ja, dass Freiwillige helfen. Ich würde deshalb zuerst beim Berufsverband und bei den Elektrofirmen im Stadtteil fragen, ob pensionierte Handwerker ehrenamtlich mitmachen. In anderen Städten hat das gut funktioniert, viele Rentner suchen genau so eine Aufgabe. Zusätzlich könnten wir die Berufsschule anfragen, ob Auszubildende mit ihrem Lehrer kommen, das wäre für beide Seiten ein Gewinn. Beim Termin würde ich vom Montagabend abraten. Berufstätige kommen nach der Arbeit müde, Familien sind mit den Kindern beschäftigt, und Ältere gehen abends ungern aus dem Haus. Ein Samstagnachmittag von 14 bis 17 Uhr würde alle drei Gruppen erreichen. Falls der große Saal dann belegt ist, reicht für den Anfang auch der kleine Raum im Erdgeschoss, weil man dort das Werkzeug lagern kann und keine Treppe für Fahrräder hat. Beim Angebot würde ich nicht nur auf Elektrogeräte setzen, sondern drei Stationen einrichten: Elektro, Textil und Fahrrad. Nähen und Fahrradreparatur brauchen keine Fachleute mit Zulassung, dafür finden sich Freiwillige leichter, und so ist für jeden Besucher etwas dabei. Das Werkzeug ist der größte Posten: Ein Satz Grundwerkzeug, zwei Nähmaschinen gebraucht und ein Fahrradständer kosten zusammen etwa 500 Euro. Für die Werbung reichen 100 Euro für Plakate, den Rest übernehmen die Schule, der Supermarkt und die sozialen Medien des Bürgerzentrums kostenlos. Damit bleiben 200 Euro für Kaffee und Kuchen, denn das Café gehört zum Konzept, die Leute sollen sich unterhalten, während sie warten. Unser Plan für das erste Halbjahr wäre also: jeden ersten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr, drei Stationen für Elektro, Textil und Fahrrad, Freiwillige aus dem Handwerk, von der Berufsschule und aus der Nachbarschaft statt bezahlter Fachkräfte, 500 Euro für Werkzeug, 100 für Werbung und 200 für das Café. Sie übernehmen den Kontakt zu den Elektrofirmen, ich die Berufsschule und die Plakate. Passt das für Sie?

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Time and dates

Teil 3: plan a neighbourhood festival

Exam prompt

Teil 3: Gemeinsam etwas planen. Aufgabe: Der Stadtteilverein möchte im Sommer zum ersten Mal ein Nachbarschaftsfest veranstalten, bei dem sich die alteingesessenen Bewohner und die vielen neu zugezogenen Familien kennenlernen. Sie und Ihr Gesprächspartner sollen ein Konzept mit Termin, Ort, Programm und Aufgabenverteilung entwickeln. Der Verein stellt 1.500 Euro zur Verfügung. Ihr Gesprächspartner schlägt vor: „Ich wäre für einen Samstag im Juli auf dem Parkplatz vom Supermarkt, weil da genug Platz für eine Bühne ist. Wir könnten eine Band buchen und einen Foodtruck bestellen, dann muss niemand kochen.“ Überlegen Sie, wie Sie helfen können, und machen Sie Vorschläge. Reagieren Sie auf den Vorschlag Ihres Gesprächspartners. Entwickeln Sie einen gemeinsamen Plan mit einem Programm und nennen Sie ihn am Ende.

Model answer

Ein Samstag im Juli ist ein guter Termin, da bin ich bei Ihnen, ich würde aber den Nachmittag ab 15 Uhr wählen, damit auch Familien mit kleinen Kindern kommen und die Älteren nicht bis in die Nacht bleiben müssen. Beim Ort habe ich Zweifel. Ein Supermarktparkplatz ist zwar groß, aber er ist heiß, laut und wenig einladend, und der Supermarkt braucht ihn am Samstag selbst. Wie wäre stattdessen der kleine Park hinter der Grundschule? Dort gibt es Bäume, einen Spielplatz und Bänke, und die Schule würde uns vermutlich den Hof und die Toiletten zur Verfügung stellen. Das Ordnungsamt müssten wir in beiden Fällen fragen. Bei der Band und dem Foodtruck würde ich gern gegensteuern, und zwar aus einem einfachen Grund: Das Fest soll die Leute ins Gespräch bringen. Eine laute Band und gekauftes Essen erzeugen ein Publikum, das nebeneinander steht, aber nicht miteinander redet. Mein Vorschlag wäre ein Mitbringbuffet, bei dem jede Familie ein Gericht aus ihrer Heimat mitbringt, das ist bei so vielen neuen Familien aus verschiedenen Ländern der beste Gesprächsanlass, den man sich vorstellen kann. Der Verein übernimmt Getränke, Grill und Geschirr. Statt einer Band könnten wir die Musikschule fragen, ob Schülergruppen kurze Auftritte machen, das kostet wenig und bringt die Eltern mit. Dazu ein Kinderprogramm mit Kinderschminken und Spielen, ein Flohmarkt-Tisch und vielleicht eine Fotowand, an der man ein Bild von sich und seinem Haus aufhängt. Bei den Aufgaben würde ich vorschlagen, dass Sie den Kontakt zur Schule und zum Ordnungsamt übernehmen, weil Sie die Leute dort kennen, und ich kümmere mich um die Einladungen in drei Sprachen und um die Musikschule. Beim Geld bleiben wir weit unter dem Budget: Getränke und Grill etwa 500 Euro, Kinderprogramm 200, Druck und Dekoration 200, Reserve für Miete und Versicherung 400. Unser Konzept lautet also: ein Samstag im Juli ab 15 Uhr im Park an der Grundschule, Mitbringbuffet mit Gerichten aus allen Ländern, Auftritte der Musikschule statt einer gebuchten Band, Kinderprogramm und Fotowand, Sie klären Ort und Genehmigung, ich Einladungen und Musik. Können Sie mit dem Verzicht auf Band und Foodtruck leben?

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Home

Teil 2: discussion of a text on holiday lets in cities

Exam prompt

Teil 2: Diskussion. Wohnungen für Touristen statt für Mieter? Städte streiten über Ferienwohnungen In vielen deutschen Großstädten werden inzwischen tausende Wohnungen nicht mehr an Mieter, sondern tageweise an Touristen vermietet. Nach einer Untersuchung des Deutschen Mieterbundes fehlen allein in Berlin dadurch rund 15.000 Wohnungen auf dem regulären Markt. Der Verband fordert ein Verbot der kurzfristigen Vermietung ganzer Wohnungen: Wohnraum sei zum Wohnen da, und in Vierteln mit vielen Ferienwohnungen stiegen die Mieten schneller als anderswo. Zudem klagten Nachbarn über Lärm und ständig wechselnde Gäste. Der Verband der Ferienwohnungsanbieter widerspricht. Viele Vermieter seien Privatleute, die mit den Einnahmen ihre eigene Miete oder den Kredit fürs Haus bezahlten. Ein Verbot treffe nicht die großen Investoren, sondern Familien, die ihre Wohnung während des Urlaubs vermieten. Außerdem profitierten Restaurants, Läden und die Stadt selbst von den Touristen. Ein Sprecher des Tourismusverbands ergänzte, dass die Hotels in der Hauptsaison ohnehin ausgebucht seien und Ferienwohnungen eine notwendige Ergänzung darstellten. Ihre Gesprächspartnerin meint: „Ich bin klar für ein Verbot. Ich suche seit einem halben Jahr eine Wohnung, und in meinem Wunschviertel sind die Hälfte der Wohnungen bei Airbnb.“ Fassen Sie kurz zusammen, worum es im Text geht. Diskutieren Sie dann: Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein, äußern Sie Ihre Meinung und begründen Sie sie. Gehen Sie auf die Meinung Ihrer Gesprächspartnerin ein und sprechen Sie über mögliche Lösungen.

Model answer

Der Text behandelt den Streit um Ferienwohnungen in Großstädten. Auf der einen Seite steht der Mieterbund, der ein Verbot der Kurzzeitvermietung ganzer Wohnungen fordert, weil dadurch allein in Berlin rund 15.000 Wohnungen fehlen, die Mieten steigen und die Nachbarn unter Lärm leiden. Auf der anderen Seite argumentieren die Anbieter und der Tourismusverband, dass viele Vermieter Privatleute seien, dass die Stadt von den Gästen profitiere und dass die Hotels in der Hauptsaison nicht ausreichten. Ihre Situation kenne ich aus eigener Erfahrung. Als ich vor drei Jahren nach München gezogen bin, habe ich bei über vierzig Besichtigungen mit jeweils fünfzig anderen Bewerbern in der Schlange gestanden. Deshalb verstehe ich Ihren Ärger, wenn nebenan Wohnungen leer stehen und nur am Wochenende an Touristen gehen. Trotzdem würde ich ein vollständiges Verbot nicht unterstützen, und zwar aus zwei Gründen. Erstens finde ich das Argument mit den Privatleuten berechtigt: Wer seine eigene Wohnung vermietet, während er selbst drei Wochen im Urlaub ist, nimmt niemandem eine Wohnung weg. Zweitens verschwindet das Problem durch ein Verbot oft nicht, sondern wandert in die Illegalität, wie Beispiele aus anderen Städten zeigen. Meiner Meinung nach sollte man deshalb zwischen gelegentlicher und gewerblicher Vermietung unterscheiden. Eine Lösung wäre eine Obergrenze, zum Beispiel höchstens sechzig Tage im Jahr für die eigene Wohnung, verbunden mit einer Registrierungspflicht, sodass die Stadt sieht, wer wie viel vermietet. Wer mehrere Wohnungen dauerhaft an Touristen vermietet, müsste dagegen eine Genehmigung brauchen, die in Vierteln mit Wohnungsmangel nicht erteilt wird. Und die Plattformen sollten verpflichtet werden, nur registrierte Angebote zu zeigen, sonst bleibt jede Regel wirkungslos. Könnten Sie mit einer solchen Obergrenze leben, oder halten Sie nur ein komplettes Verbot für wirksam?

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Travel

Teil 1: an experience report about a journey

Exam prompt

Teil 1: Über Erfahrungen sprechen. Ihr Thema: Eine Reise, die Sie unternommen haben (wohin und mit wem, wie Sie gereist sind, ein Moment, den Sie nicht vergessen, was Sie heute anders machen würden) Berichten Sie etwa eineinhalb Minuten über Ihre Erfahrung. Gehen Sie auf die Stichpunkte ein. Danach fragt Ihre Gesprächspartnerin: 1. Würden Sie diese Reise anderen empfehlen? Warum? 2. Reisen Sie lieber allein oder in einer Gruppe?

Model answer

Ich möchte von einer Reise nach Portugal erzählen, die ich vor zwei Jahren mit meiner Schwester unternommen habe. Wir wollten bewusst nicht fliegen und sind deshalb mit dem Zug gefahren, von Frankfurt über Paris und Madrid nach Lissabon, mit einer Übernachtung im Nachtzug. Das hat insgesamt zwei Tage gedauert, was uns vorher etwas abgeschreckt hatte, sich aber als der schönste Teil der Reise herausstellte, weil wir unterwegs Landschaften gesehen haben, die man aus dem Flugzeug nie wahrnimmt. Ein Moment, den ich nicht vergessen werde, war ein Abend in Porto: Wir hatten uns verlaufen, gerieten in eine kleine Gasse, in der eine Familie gerade ein Straßenfest feierte, und wurden ohne ein Wort Portugiesisch eingeladen, mitzuessen. Das hat mich sehr berührt, weil es zeigte, wie viel Gastfreundschaft ohne gemeinsame Sprache möglich ist. Anders machen würde ich heute die Planung: Wir hatten für jeden Tag ein volles Programm und waren am Ende erschöpft. Beim nächsten Mal würde ich weniger Städte besuchen und länger an einem Ort bleiben. Zu Ihrer ersten Frage: Ja, ich würde die Reise unbedingt empfehlen, vor allem den Weg mit dem Zug, weil man so das Gefühl bekommt, wirklich Europa zu durchqueren und nicht nur an einem Ziel zu landen. Allerdings sollte man Zeit mitbringen und die Nachtzüge früh buchen. Zur zweiten Frage: Ich reise am liebsten zu zweit oder in einer sehr kleinen Gruppe. Allein fehlt mir jemand, mit dem ich die Erlebnisse teilen kann, und in großen Gruppen verbringt man die Hälfte der Zeit mit Abstimmen, wohin es als Nächstes geht.

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Work and study

Teil 2: discussion of a text on later school start times

Exam prompt

Teil 2: Diskussion. Schule erst um neun? Eine Studie fordert späteren Unterrichtsbeginn für Jugendliche Nach einer Untersuchung des Instituts für Schlafforschung in Freiburg beginnt der Unterricht an deutschen Schulen zu früh. Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren hätten einen anderen Biorhythmus als Erwachsene und seien vor neun Uhr kaum aufnahmefähig. In einer Testschule, die den Unterrichtsbeginn auf 8:45 Uhr verlegte, verbesserten sich die Noten in den ersten beiden Stunden deutlich, und die Zahl der Krankmeldungen sank um ein Fünftel. Die Forscher fordern deshalb, den Schulbeginn bundesweit auf frühestens 8:30 Uhr zu legen. Das Kultusministerium des Landes lehnt dies ab. Eine Sprecherin verwies darauf, dass viele Eltern früh zur Arbeit müssten und die Betreuung am Morgen nicht gesichert sei. Auch die Schulbusse auf dem Land seien auf den frühen Beginn abgestimmt, eine Änderung würde Millionen kosten. Zudem würde der Unterricht dann bis in den späten Nachmittag dauern, was Sportvereine und Musikschulen treffe. Der Landeselternverband ist gespalten: Berufstätige Eltern fürchten Betreuungslücken, während Eltern älterer Schüler die Studie begrüßen. Ihr Gesprächspartner meint: „Ich finde die Idee gut. Ich habe selbst zwei Kinder in der Pubertät, und morgens um sieben sind die einfach nicht ansprechbar.“ Fassen Sie kurz zusammen, worum es im Text geht. Diskutieren Sie dann: Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein, äußern Sie Ihre Meinung und begründen Sie sie. Gehen Sie auf die Meinung Ihres Gesprächspartners ein und sprechen Sie über mögliche Lösungen.

Model answer

In dem Text geht es um die Forderung eines Freiburger Instituts, den Unterricht für Jugendliche später beginnen zu lassen. Die Forscher stützen sich auf eine Testschule, an der die Noten besser und die Krankmeldungen weniger wurden, nachdem der Beginn auf 8:45 Uhr verlegt worden war. Das Kultusministerium lehnt das ab und nennt drei Gründe: die Betreuung berufstätiger Eltern, die Kosten für die Schulbusse und den dann längeren Schultag, der Vereine und Musikschulen trifft. Die Eltern sind gespalten. Ich kann Ihre Erfahrung mit Ihren Kindern gut nachvollziehen. Ich erinnere mich selbst noch daran, dass ich mit fünfzehn in der ersten Stunde regelmäßig eingeschlafen bin, und in meinem Heimatland beginnt die Schule sogar um halb acht. Insofern halte ich die Studie für plausibel, zumal sie nicht nur eine Meinung wiedergibt, sondern messbare Ergebnisse liefert. Trotzdem würde ich das Ministerium nicht einfach als rückständig abtun. Das Argument mit der Betreuung ist real: Wer um sieben in der Schicht anfangen muss, kann ein zwölfjähriges Kind nicht bis halb neun allein zu Hause lassen. Und der Hinweis auf den späteren Nachmittag trifft besonders Jugendliche, die im Verein Sport treiben. Man muss also die Interessen abwägen, statt die eine Seite gegen die andere auszuspielen. Deshalb würde ich eine gestufte Lösung vorschlagen. Erstens könnte man den späteren Beginn nur für die Oberstufe einführen, also ab etwa 16 Jahren, weil diese Schüler keine Betreuung mehr brauchen und die Studie sie ohnehin am stärksten betrifft. Zweitens könnten Schulen ab acht Uhr eine offene Betreuung anbieten, in der die jüngeren Schüler lesen oder Hausaufgaben machen, ohne dass Unterricht stattfindet. Und drittens ließe sich der Stundenplan so ändern, dass die anspruchsvollen Fächer wie Mathematik in die Mitte des Tages rücken, was sofort und ohne Kosten möglich wäre. Was halten Sie davon, wäre ein späterer Beginn nur für die Älteren aus Ihrer Sicht ein guter erster Schritt?

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Appointments and services

Teil 3: plan an integration week for new colleagues from abroad

Exam prompt

Teil 3: Gemeinsam etwas planen. Aufgabe: Ihre Firma stellt im Herbst zwölf neue Fachkräfte aus dem Ausland ein, die gerade erst nach Deutschland gekommen sind. Die Geschäftsleitung bittet Sie und Ihre Gesprächspartnerin, für die erste Woche ein Programm zu entwickeln, das den neuen Kolleginnen und Kollegen die Firma, die Stadt und den Alltag in Deutschland näherbringt. Es gibt ein Budget von 2.000 Euro. Ihre Gesprächspartnerin schlägt vor: „Ich würde die ganze Woche in der Firma bleiben und jeden Tag eine Abteilung vorstellen, weil die Kollegen ja vor allem ihre Arbeit kennenlernen sollen. Am Freitag könnten wir dann ein Abendessen mit dem Team organisieren, damit sie sich auch privat kennenlernen.“ Überlegen Sie, wie Sie helfen können, und machen Sie Vorschläge. Reagieren Sie auf den Vorschlag Ihrer Gesprächspartnerin. Entwickeln Sie einen gemeinsamen Plan mit einem Programm und nennen Sie ihn am Ende.

Model answer

Ihr Vorschlag, die Abteilungen vorzustellen, ist sicher richtig, und das Abendessen am Freitag halte ich für eine sehr gute Idee. Ich würde allerdings nicht die ganze Woche in der Firma bleiben, denn die Geschäftsleitung hat ausdrücklich auch die Stadt und den Alltag genannt. Wer gerade erst angekommen ist, hat ganz praktische Sorgen: Wie melde ich mich an, wie funktioniert der Nahverkehr, wo bekomme ich ein Bankkonto? Wenn wir das nicht ansprechen, sind die Kollegen in den ersten Wochen mit Behördengängen beschäftigt statt mit der Arbeit. Deshalb würde ich die Woche in zwei Hälften teilen. Die Vormittage gehören der Firma, so wie Sie es vorschlagen: Montag Begrüßung und Sicherheitseinweisung, Dienstag bis Donnerstag jeweils eine Abteilung, Freitag ein Rundgang mit Fragen. Die Nachmittage nutzen wir für den Alltag. Am Montag könnte jemand aus der Personalabteilung die wichtigsten Formalitäten erklären und gleich die Termine beim Bürgeramt vereinbaren, das spart den Kollegen Wochen. Am Dienstag schlage ich eine Stadtführung vor, aber keine touristische, sondern eine praktische, mit Supermarkt, Bahnhof, Arzt und Sportverein. Am Mittwoch könnten wir einen Nachmittag mit Freizeit einplanen, damit die Leute Zeit für ihre eigenen Dinge haben, und am Donnerstag einen Workshop zu Themen wie Mietvertrag, Krankenkasse und Mülltrennung, vielleicht mit der Volkshochschule. Was halten Sie außerdem von einem Patensystem? Jeder neue Kollege bekommt einen erfahrenen Kollegen als Ansprechpartner für die ersten drei Monate. Das kostet nichts und wirkt oft mehr als jedes Programm. Beim Budget kämen wir gut hin: Stadtführung etwa 300 Euro, der Workshop 400, das Abendessen am Freitag für rund dreißig Personen 1.000, und der Rest für Fahrkarten und Material. Unser Plan wäre also: vormittags Firma und Abteilungen, nachmittags Formalitäten, Stadt und Alltagsthemen, ein Patensystem für die ersten Monate und am Freitagabend das gemeinsame Essen. Sind Sie damit einverstanden, oder möchten Sie an den Nachmittagen etwas ändern?

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Free time

Teil 1: an experience report about a concert or a sports event

Exam prompt

Teil 1: Über Erfahrungen sprechen. Ihr Thema: Ein Konzert oder eine Sportveranstaltung, die Sie besucht haben (was und wo, mit wem Sie dort waren, die Stimmung, ob es sich gelohnt hat) Berichten Sie etwa eineinhalb Minuten über Ihre Erfahrung. Gehen Sie auf die Stichpunkte ein. Danach fragt Ihre Gesprächspartnerin: 1. Wie viel würden Sie maximal für eine Eintrittskarte ausgeben? 2. Ist es nicht bequemer, so etwas im Fernsehen zu sehen?

Model answer

Ich möchte über ein Fußballspiel berichten, das ich letztes Jahr im Stadion in Dortmund gesehen habe. Ein Kollege hatte zwei Karten und hat mich eingeladen, obwohl ich vorher nur selten im Stadion war. Das Besondere war die Stimmung: Schon eine Stunde vor dem Anpfiff hat die gesamte Tribüne gesungen, und als die Mannschaft eingelaufen ist, haben 80.000 Menschen gleichzeitig ihre Schals hochgehalten. Ich hatte Gänsehaut, obwohl ich mit dem Verein nichts zu tun habe. Das Spiel selbst war ehrlich gesagt nicht besonders gut, es endete null zu null, aber das war fast egal. Was mich beeindruckt hat, war, wie friedlich alles ablief, mit Familien, Kindern und älteren Leuten nebeneinander, ganz anders als das Bild, das man aus den Nachrichten kennt. Gelohnt hat es sich auf jeden Fall, allerdings weniger wegen des Sports als wegen dieses Gemeinschaftsgefühls, das man vor dem Fernseher nicht bekommt. Zu Ihrer ersten Frage: Für ein Fußballspiel würde ich höchstens fünfzig Euro ausgeben, bei einem Konzert einer Band, die ich wirklich liebe, vielleicht hundert. Die Preise von mehreren hundert Euro, die man heute für manche Künstler sieht, finde ich übertrieben. Zur zweiten Frage: Bequemer ist es im Fernsehen sicher, man sieht sogar mehr Details durch die Wiederholungen. Aber die Atmosphäre, das Mitsingen und das Gefühl, Teil von etwas Großem zu sein, lassen sich nicht übertragen. Deshalb würde ich sagen: Fernsehen für den Alltag, das Stadion für die besonderen Momente.

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Health

Teil 2: discussion of a text on a sugar tax

Exam prompt

Teil 2: Diskussion. Steuer auf Zucker? Ärzteverband fordert Abgabe auf Limonade und Süßigkeiten Der Bundesverband der Kinderärzte fordert eine Steuer auf stark gezuckerte Getränke und Süßigkeiten. Nach seinen Angaben ist jedes sechste Kind in Deutschland übergewichtig, und der Anteil steigt seit Jahren. In Großbritannien, wo eine solche Abgabe seit 2018 gilt, hätten die Hersteller den Zuckergehalt vieler Getränke gesenkt, um die Steuer zu vermeiden, und der Zuckerkonsum sei messbar zurückgegangen. Das eingenommene Geld solle in Schulsport und kostenloses Schulessen fließen. Der Verband der Lebensmittelindustrie hält dagegen: Übergewicht habe viele Ursachen, etwa Bewegungsmangel und Bildschirmzeit, und eine Steuer treffe vor allem Familien mit geringem Einkommen. Statt Verboten und Abgaben brauche es Aufklärung und freiwillige Selbstverpflichtungen. Ein Sprecher des Verbraucherministeriums erklärte, man setze weiterhin auf freiwillige Zuckerreduktion, prüfe aber die britischen Ergebnisse. Ihr Gesprächspartner meint: „Ich halte nichts davon. Der Staat soll mir nicht vorschreiben, was ich trinke. Und eine Cola ist ja kein Gift.“ Fassen Sie kurz zusammen, worum es im Text geht. Diskutieren Sie dann: Bringen Sie Ihre Erfahrungen ein, äußern Sie Ihre Meinung und begründen Sie sie. Gehen Sie auf die Meinung Ihres Gesprächspartners ein und sprechen Sie über mögliche Lösungen.

Model answer

Der Text stellt die Forderung der Kinderärzte nach einer Zuckersteuer vor. Sie begründen sie damit, dass jedes sechste Kind übergewichtig ist, und verweisen auf Großbritannien, wo eine solche Steuer die Hersteller dazu gebracht hat, weniger Zucker zu verwenden. Die Einnahmen sollen in Schulsport und Schulessen fließen. Die Lebensmittelindustrie wehrt sich, weil Übergewicht viele Ursachen habe und die Steuer ärmere Familien belaste, und das Ministerium setzt vorerst weiter auf Freiwilligkeit. Ich verstehe Ihren Punkt, dass niemand gern vom Staat vorgeschrieben bekommt, was er trinkt, und Sie haben recht, eine Cola ist kein Gift. Aber ich würde sagen, dass eine Steuer niemandem etwas vorschreibt. Sie verändert nur den Preis, so wie bei Tabak oder Alkohol, und die Entscheidung bleibt beim Einzelnen. Was mich am britischen Beispiel überzeugt, ist, dass die Wirkung gar nicht hauptsächlich beim Verbraucher eingetreten ist, sondern bei den Herstellern, die ihre Rezepte geändert haben. Die Leute trinken weiter ihre Limonade, nur mit weniger Zucker. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Aufklärung allein wenig bringt. Ich wusste immer, dass ein Liter Cola über hundert Gramm Zucker enthält, und habe sie trotzdem gekauft, bis ich wegen einer Diagnose beim Arzt gezwungen war, darauf zu verzichten. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie gibt es außerdem seit Jahren, und die Zahlen im Text zeigen, dass sie nicht gereicht haben. Das Argument mit den ärmeren Familien nehme ich allerdings ernst. Deshalb wäre meine Lösung eine Kombination: eine Abgabe, die sich nach dem Zuckergehalt richtet, damit die Hersteller einen Anreiz zum Reduzieren haben, und gleichzeitig die Verwendung der Einnahmen genau dort, wo die Kinderärzte sie vorschlagen, nämlich für kostenloses, gesundes Schulessen. Dann bekommen die Familien, die die Steuer am stärksten spüren, auch am meisten zurück. Zusätzlich könnte man Werbung für Süßigkeiten in Kindersendungen einschränken. Wäre das für Sie ein akzeptabler Weg, oder lehnen Sie jede Form von Abgabe grundsätzlich ab?

Criteria shown in this answer

  • Aufgabenbewältigung
  • Ausdrucksfähigkeit
  • Formale Richtigkeit

Questions people ask

What are the three parts of the telc B2 Sprechen exam?

Report on an experience from a theme card and answer questions, discuss a short argumentative text, and plan something together, such as an outing or a party.

What topics come up in Teil 1 of the telc B2 speaking exam?

You report on an experience from one of seven themes that are known in advance, such as a book, a film or a trip, so you can prepare at home. You speak for about one and a half minutes, then answer your partner's questions.

What happens in Teil 2 of the telc B2 speaking exam?

You and your partner discuss a short text that argues about a current question. The practice texts on this page cover later school start times, holiday lets in cities and a sugar tax.

How much preparation time is there in the telc B2 speaking exam?

20 minutes. The exam is taken in pairs and lasts about 15 minutes.

How many points is the telc B2 speaking exam worth?

75 points. The oral part passes at 45 of 75, separately from the written part's 135 of 225.

Try the task yourself

Use the prompt first. Then compare your answer with the model and the criteria the examiner checks.

Source: Official telc Deutsch B2 Uebungstest 1 (mock examination 1), Muendlicher Ausdruck task sheets and Bewertungskriterien; product scope per the current telc examination regulations (Pruefungsordnung).